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Hohe Risikoaversion privater Haushalte bei Geldanlagen

DIW Wochenbericht 45 / 2008, S. 704-710

Nataliya Barasinska, Dorothea Schäfer, Andreas Stephan

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Abstract

Eine möglichst breite Streuung der Geldanlagen gilt als eine wichtige Strategie der Risikominimierung bei Investitionsentscheidungen. Die Mehrzahl der Haushalte in Deutschland streut auch ihr Geldvermögen über mehrere Anlageformen. Ihr Anlageverhalten stimmt jedoch nur bedingt mit der von Haushaltsvorständen bekundeten Risikobereitschaft überein. Dies zeigt eine aktuelle empirische Studie auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). So steigt zwar die Wahrscheinlichkeit, seine Anlagen zu streuen tendenziell mit der Risikoaversion an, allerdings nur solange es sich nicht um einen "vollständig gestreuten Anlagekorb" handelt. Die Neigung, ein Portfolio mit allen Anlageformen zu halten, nimmt mit wachsender Scheu vor dem Risiko ab. Offenbar entscheiden Haushaltsvorstände nach dem bereits von Keynes propagierten Prinzip: Sicherheit und Liquidität kommen zuerst. Die Bereitschaft in riskantere Anlagen zu investieren, steigt mit der Anzahl bereits bestehender sicherer Anlagen im Portfolio.



JEL-Classification: D14;G11
Keywords: Household finances, Diversification, Financial portfolio
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/151696

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