Türkei : Erfolgsgeschichte mit unsicherer Zukunftsperspektive

DIW Wochenbericht 24 / 2011, S. 3-10

Lars Handrich, Levent Lanzke, Daniel Wissmann

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Abstract

Am letzten Sonntag fanden in der Türkei Parlamentswahlen statt, Anlass, einen genaueren Blick auf die jüngste Wirtschaftsentwicklung des Landes zu werfen. Diese ist von einem hohen Wirtschaftswachstum gekennzeichnet, allerdings getrübt durch die schweren Rezessionen der Jahre 2001 und 2008/2009. Mit einer Wachstumsrate von neun Prozent war die Türkei im letzten Jahr sogar die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft Europas. Als aufstrebendes Schwellenland ist sie zudem ein immer attraktiveres Ziel für internationale Investoren. Die kurzfristige Ausrichtung der ausländischen Kapitalströme und der für ein Schwellenland niedrige Investitionsanteil am Bruttoinlandsprodukt stellen jedoch zunehmend ein Problem dar. Denn angesichts einer schnell wachsenden Bevölkerung sind vor allem langfristige Investitionen in Infrastruktur und das Bildungssystem notwendig. Die Fortsetzung der türkischen Erfolgsgeschichte hängt somit von den anstehenden wirtschaftspolitischen Weichenstellungen ab.

Themen: Konjunktur



JEL-Classification: E32;E58;F32
Keywords: Turkey, financial crisis, business cycle, monetary policy, investment rate, labor market
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/152149


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