Zur Entwicklung der Preise

DIW Wochenbericht 24 / 1933, S. 101

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Abstract

Die jüngste Entwicklung der Preise bietet auf den ersten Blick das ungewohnte Bild Schumacher Tendenz auf den ausländischen Rohstoffmärkten und steigender Fertigwarenpreise auf dem Binnenmarkt. Hierbei handelt es sich jedoch nur um eine vorübergehende Konstellation: Der Rückschlag der Rohstoffpreise ist keineswegs von grundsätzlicher Bedeutung; er ist nur eine jener Reaktionen, die sich auf den Märkten immer wieder nach spekulativen Übersteigerungen einstellen. In Deutschland bahnen sich, in der großen Linie gesehen, auf beinahe allen Gebieten der Wirtschaft Preissteigerungen an. Darin wäre zunächst nichts Unnatürliches zu sehen; denn Preissteigerungen sind Begleiterscheinungen jeden Aufschwungs. Nun sind aber in der gegenwärtigen Depression die entscheidenden Faktoren der Nachfrage auf den Warenmärkten - die Kaufkraft der Bevölkerung auf den Verbrauchsgütermärkten und die Finanzierungsmöglichkeiten der Unternehmungen auf den Produktionsgütermärkten - noch schwach. Allzu rasche Preissteigerungen könnten sich auf die Dauer nicht behaupten, ohne die mengenmäßige Belebung der Produktion und des Absatzes zu gefährden

Themen: Umweltmärkte


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