Beim Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank haben die westlichen Industrieländer, insbesondere die USA, das Sagen. Die Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika wollen sich damit nicht länger abfinden: Die Regierungschefs der sogenannten BRICS-Staaten haben nun beschlossen, eine eigene unabhängige Entwicklungsbank zu gründen. Dahinter dürften vor allem der chinesische Staatschef Xi Jinping und Russlands Präsident Wladimir Putin stecken. Beide wollen den Einfluss der USA auf die globalen Finanzmärkte eindämmen. Nachdem ihnen die Regierung Obama eine wichtigere Rolle innerhalb des IWF per Veto verwehrt hat, scheint an einer weiteren Spaltung des Institutionengefüges zur Koordination der Weltwirtschaft nun kein Weg mehr vorbeizuführen.
Der vollständige Kommentar im Wochenbericht 31+32/2014 (PDF, 219.36 KB)