Schlechte Absatzlage bewirkt Gewinneinbrüche

DIW Wochenbericht 10 / 1994, S. 133-139

Bernd Görzig

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Abstract

Die Sachkapitalrendite der westdeutschen Produktionsunternehmen ohne Wohnungsvermietung erreichte mit 21,6 vH im Jahre 1991 einen der höchsten Werte seit 1962. Gegenüber dem letzten Tiefststand von 15,3 vH im Jahre 1982 verbesserte sie sich damit um 6 vH-Punkte. Deutlich stärker stieg die Eigenkapitalrendite. Von 1982 bis 1991 erhöhte sie sich um 11 vH-Punkte auf 27,4 vH. Der kräftige Rückgang der Gewinne in den Jahren 1992 und 1993 verringerte die Eigenkapitalrendite auf 22,8 vH. Damit liegt sie immer noch über dem Wert von 1987 und um 7 vH-Punkte über dem Tiefststand von 1982. Insgesamt machen die Ergebnisse deutlich, daß sich für den Durchschnitt der Produktionsunternehmen die Gewinn- und Renditesituation 1992 und 1993 gegenüber dem Ausnahmejahr 1991 zwar deutlich verschlechtert hat, doch ist im längerfristigen Vergleich selbst die Situation im Jahre 1993 als eher überdurchschnittlich einzuschätzen. Anders sieht die Situation im verarbeitenden Gewerbe aus. Die für die Wirtschaft Westdeutschlands als Ganzes konstatierte vereinigungsbedingte Verlängerung des letzten Wachstumszyklus wird an der Rentabilitätsentwicklung des verarbeitenden Gewerbes nicht erkennbar. Von 1988 bis 1991 blieb die Sachkapitalrendite nahezu unverändert. 1992 sank sie wieder auf das im längerfristigen Vergleich ohnehin sehr niedrige Niveau von 1982.

Themen: Konjunktur


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