Fährt die Verkehrspolitik in eine Sackgasse?

DIW Wochenbericht 32 / 1993, S. 444-449

Eckhard Kutter

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Abstract

Das Wachstum im Verkehr ist nach wie vor ungebrochen. Die Dynamik dieses Sektors beruht maßgeblich auf den durch "Pkw" und "Lkw" geschaffenen Möglichkeiten: Die Wirtschaft kann zeitlich und räumlich flexibel agieren, für die Bevölkerung erschließen sich immer ausgedehntere Lebensräume. Begünstigt wurde dies durch vergleichsweise niedrige und im Zeitverlauf sogar sinkende Preise. Entstanden ist so eine auf das Auto zugeschnittene und vom Auto abhängige Raumstruktur, die verkehrserzeugend wirkt und mit dem im Verkehrssektor vorhandenen Instrumentarium kaum beeinflußt werden kann. Erforderlich wäre eine Gesamtstrategie, die "weit vor dem Verkehr" bei den Ursachen ansetzt: Verkehrsvermeidung durch die Erhöhung der realen Kosten des Verkehrs und durch eine dem vorausgreifende Gestaltung regionaler Raumstrukturen und Wirtschaftskreisläufe.

Themen: Verkehr


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