DIW Wochenbericht 17 / 1991, S. 215-220
Johannes Schwarze, Birgit Parakenings
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Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte in den neuen Bundesländern sind von Mitte 1989 bis Ende 1990 nominal um ein Fünftel gestiegen. Von der Einkommensentwicklung profitierten allerdings nicht alle Bevölkerungsgruppen im gleichen Ausmaß. Einkommensverluste mußte zwar nur ein geringer Teil der Haushalte hinnehmen, aber in vielen Fällen hatten Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit einen unterdurchschnittlichen Zuwachs zur Folge. Die Rentnerhaushalte erzielten dagegen starke Einkommensverbesserungen. Immer noch hoch ist die Bedeutung der Erwerbstätigkeit von Frauen für die Einkommen der Haushalte in Ostdeutschland. Sie erzielten - vor allem aufgrund der pauschalen Lohnerhöhungen - prozentual überdurchschnittliche Einkommenszuwächse.
Themen: Verteilung, Ungleichheit
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