Die Bundesrepublik Deutschland im internationalen FuE-Wettbewerb

DIW Wochenbericht 37 / 1989, S. 443-449

Georg Erber

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Abstract

Forschung und Entwicklung (FuE) haben in den achtziger Jahren eine wachsende Bedeutung für die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der hochindustrialisierten Volkswirtschaften erlangt. Im allgemeinen nehmen die Ausgaben hierfür schneller zu als das Sozialprodukt. In der Bundesrepublik Deutschland ist die Notwendigkeit vermehrter Aufwendungen rechtzeitig erkannt worden; sie liegt (nach den USA und Japan) an der dritten Stelle der führenden Nationen, was Umfang der Mittel und deren Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) angeht. Dabei nimmt der staatliche Anteil an diesen Mitteln ständig ab. Dies ist wohl darauf zurückzuführen, daß die anwendungsbezogene FuE für die Wirtschaft immer wichtiger und aufwendiger wird. Außerdem verwendet die Bundesrepublik, anders als die USA, Frankreich und Großbritannien, den größten Teil ihrer staatlichen Fördermittel für zivile Zwecke. Da die spill-over Effekte militärischer FuE im allgemeinen als gering angesehen werden, ergeben sich auch daraus Wettbewerbsvorteile. In den neunziger Jahren wird die Bundesrepublik jedoch trotz günstiger Ausgangsbedingungen ihre Bemühungen intensivieren müssen, um ihre derzeitige Position zu sichern, da zu den bisherigen Konkurrenten die Newly lndustrialized Countries (NICs) hinzukommen werden, die im Laufe der neunziger Jahre zu wichtigen Konkurrenten auf Märkten forschungsintensiver Güter heranwachsen können.


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