DIW Wochenbericht 40 / 1989, S. 487-490
Klaus-Peter Gaulke
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Arbeitslosigkeit wird um so problematischer, je länger die davon Betroffenen ohne Beschäftigung sind. Dies nicht nur, weil der Anspruch auf Arbeitslosengeld erlischt, sondern auch, weil eine Vermittlung wegen zunehmender "Stigmatisierung" und Distanz zur Arbeitswelt immer schwieriger wird. Hinzu kommt ein ökonomischer Aspekt: Langzeitarbeitslose sind zu erheblichen Teilen Empfänger von Arbeitslosenhilfe, Sozialhilfe und weiterer staatlicher Unterstützung wie etwa Wohngeld. Diese sozialen Folgekosten hätten zum großen Teil vermieden werden und öffentliche Mittel zweifellos besser angelegt sein können, wenn das Programm der Bundesregierung zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit früher verabschiedet worden wäre. Jetzt kommt es darauf an, daß die angebotenen Lohnkostenzuschüsse baldmöglichst angenommen und in Beschäftigungsverhältnisse umgesetzt werden.
Themen: Arbeit und Beschäftigung
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