Inzwischen ist die dritte Runde der Strukturberichterstattung abgeschlossen. Das DIW hat Ende Oktober des vergangenen Jahres die Strukturberichterstattung 1987 unter dem Titel "Exportgetriebener Strukturwandel bei schwachem Wachstum" vorgelegt, deren Kurzfassung auf Wunsch vom Institut erhältlich ist. Die Langfassung erscheint in Kürze im Buchhandel. Ziel dieses Beitrags ist es daher nicht, schwerpunktmäßig auf den jüngsten Strukturbericht, sondern auf das Gesamtprojekt einzugehen. Zehn Jahre Strukturberichterstattung sind Anlaß genug, sich Gedanken zu machen über das ursprüngliche Anliegen und seine Fortentwicklung, das bisher Erreichte und die erkannten Defizite. Die wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute haben sich auch vor der Strukturberichterstattung mit strukturellen Entwicklungen auseinandergesetzt. Der Versuch, diese Arbeiten zu institutionalisieren, ging jedoch weit darüber hinaus: Die Akzente in der empirischen Wirtschaftsforschung wurden anders gesetzt als bisher. Neben die schon seit langem etablierte Konjunkturberichterstattung sollten in regelmäßigen Abständen auf der Basis eines einheitlichen Informationssystems erarbeitete Berichte treten, deren Hauptaugenmerk auf die längerfristigenstrukturellen Entwicklungen der deutschen Volkswirtschaft gerichtet ist.
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