Anstieg des Stromverbrauchs dauert an

DIW Wochenbericht 3 / 1986, S. 37-44

Hans-Joachim Ziesing

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Abstract

Im Jahre 1985 ist der Energieverbrauch in der Bundesrepublik Deutschland weiter gestiegen. Der Primärenergieverbrauch erhöhte sich nach ersten Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen im vergangenen Jahr mit 3,2 vH etwa im gleichen Tempo wie 1984 (3, 1 vH). Der bisherige Verbrauchshöhepunkt im Jahre 1979 ist damit aber noch nicht wieder erreicht worden: 1985 war der Primärenergieverbrauch um rund 20 Mill. t SKE oder um 5 vH niedriger als sechs Jahre vorher. Der Verbrauch elektrischer Energie, der von 1980 bis 1982 praktisch unverändert geblieben war, ist danach wieder kräftig gestiegen. 1983 wuchs er um 2,8 vH und 1984 um 3,8 vH. Für 1985 ist zwar mit einer geringeren Zuwachsrate zu rechnen, doch dürfte sie noch immer rund 3 vH betragen haben. Die Aufwärtsentwicklung von Primärenergie- und Stromverbrauch seit 1983 ist vor allem auf die konjunkturelle Belebung zurückzuführen. Aber auch die kühlere Witterung hat den Verbrauch stimuliert. Gemessen an den Gradtagszahlen waren die Jahre 1983 bis 1985 besonders kalt. Ein Viertel des Stromverbrauchszuwachses in diesen Jahren kann mit Witterungseinflüssen erklärt werden.


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