Luftverunreinigung durch SO2 in der CSSR

DIW Wochenbericht 46 / 1986, S. 591-599

Jochen Bethkenhagen, Maria Lodahl

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Abstract

Vom DIW wurde im vorigen Jahr ein Emissionskataster für Schwefeldioxid (SO) und Stickoxid (NO) für die DDR veröffentlicht. Im vorliegenden Bericht werden die Ergebnisse einer Untersuchung über die Emission von SO2 in der Tschechoslowakei dargestellt. Ziel der Untersuchung ist die Aufstellung eines Emissionskatasters; Berichtsjahr ist 1982. Die Emission wird für 100 Felder mit 1 000 bzw. 4 200 km2 berechnet. Auf der Grundlage des zu erwartenden Energieträgereinsatzes wird die Gesamtemission für 1990 geschätzt. 1982 wurden danach in der CSSR 3,3 Mill. t SO2 emittiert. Zu rund 80 vH resultierte diese Emission aus der Verbrennung von Braunkohle. Sie ist auf die Bezirke Böhmens, insbesondere auf das Nordböhmische Becken, konzentriert. Im Vergleich zu ihren beiden deutschen Nachbarstaaten nimmt die CSSR eine Mittelposition ein: Die SO2-Emission ist dort erheblich niedriger als in der DDR (rd. 5 Mill. t) und geringfügig höher als in der Bundesrepublik Deutschland (3,0 Mill. t). Es ist zweifelhaft, ob die CSSR die im Rahmen einer Konvention der Economic Commission for Europe (ECE) eingegangene Verpflichtung wird einhalten können. Danach soll bis 1993 die Emission von SO2 um 30 vH unter das Niveau von 1980 sinken.

Themen: Umweltmärkte


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