DIW Wochenbericht 50 / 1986, S. 639-644
Peter Eggert, Joachim Priem, Eberhard Wettig
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In der Bundesrepublik Deutschland werden gegenwärtig pro Jahr 500 bis 600 Mill. t an oberflächennahen mineralischen Rohstoffen benötigt - dies entspricht etwa dem Siebenfachen der einheimischen Steinkohlenförderung. Zu ihnen zählen, neben mengenmäßig weniger bedeutsamen Rohstoffen wie Bims, Gips- und Anhydritstein, Naturwerkstein sowie verschiedenen Tonen und Lehm, vor allem Kalkmergelstein, Kalk- und Dolomitstein, sonstiger Naturstein sowie - mit weitem Abstand an erster Stelle - Sand und Kies. Im Unterschied zu den metallischen Rohstoffen, bei denen der Bedarf schon aufgrund fehlender hochwertiger eigener Vorkommen nahezu ausschließlich durch Importe gedeckt wird, müssen die - im Inland reichlich vorhandenen - Massenrohstoffe der Steine und Erden wegen ihrer sehr hohen Transportkostenempfindlichkeit aus wirtschaftlichen Gründen möglichst nahe den Verbrauchszentren gewonnen werden. Die Versorgung mit einer Reihe der genannten Rohstoffe begegnet allerdings zunehmenden Schwierigkeiten, da deren meist flächenintensive Gewinnung häufig in Konflikt mit anderen Nutzungsansprüchen an die Landschaft steht.
Themen: Ressourcenmärkte
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