Direkt zum Inhalt

Marktwirtschaft: kein Patentrezept für Entwicklungsländer

DIW Wochenbericht 48 / 1985, S. 547-552

Dieter Schumacher

Abstract

In jüngerer Zeit hat sich die Diskussion um das Für und Wider staatlicher Einflußnahme auf die Wirtschaft deutlich belebt. In den Industrieländern läßt sich dies u.a. an der Deregulierungs- und Reprivatisierungsdebatte ablesen. Aber auch für die Politik in den Entwicklungsländern spielt die These eine Rolle, daß die Erfolge um so größer seien, je mehr die Länder marktwirtschaftlich organisiert sind. Die folgende Analyse zeigt allerdings, daß ein allgemeingültiger, einfacher Zusammenhang zwischen Wirtschaftsordnung und Entwicklungserfolgen nicht besteht. Es kommt vielmehr auf die Gegebenheiten im jeweiligen Fall an, insbesondere darauf, welche Ziele im einzelnen verfolgt werden und wie effektiv der Einsatz der Mittel auf diese Ziele gerichtet ist.

keyboard_arrow_up