DIW Wochenbericht 9 / 1984, S. 99-104
Wolfgang Jeschek
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Obwohl 1983 in der Wirtschaft und vom Staat die meisten Ausbildungsplätze seit 1976 bereitgestellt wurden, reichte dies nicht aus, um die Nachfrage der Jugendlichen nach Lehrstellen zu befriedigen. Die Zahl junger Menschen, die 1983 keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, ist größer als in den Vorjahren. Private und öffentliche Arbeitgeber müssen ihr Angebot an Lehrstellen noch ausweiten und mindestens bis 1985 auf einem hohen Niveau halten, wenn die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen gedeckt werden soll. Die Nachfrage läßt sich allerdings nicht eindeutig berechnen; das unterstellte Nachfragekonzept bestimmt die Ergebnisse der Quantifizierung. In diesem Bericht wird die Nachfrage in Anlehnung an das Berufsausbildungsförderungsgesetz untersucht. Danach werden 1984 etwa 740 000 Jugendliche einen Ausbildungsplatz nachfragen. Dies ist ein Spitzenwert, der auch durch das zu geringe Angebot an Ausbildungsplätzen in der Vergangenheit und das geänderte Übergangsverhalten der Jugendlichen hervorgerufen wird. In dieser Zahl ist nicht enthalten, daß 1984 mindesten 30 000 statistisch nicht erfaßte Jugendliche einen Ausbildungsplatz benötigen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Berufsschüler ohne Ausbildungsvertrag und junge Ausländer.
Themen: Arbeit und Beschäftigung
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