DIW Wochenbericht 15 / 1983, S. 203-209
Ingo Pfeiffer
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Ein hoher Anteil von Ausländern an Bevölkerung und Erwerbspotential ist in Berlin, wie im übrigen Bundesgebiet auch, seit langem eine Strukturkonstante. Gegenwärtig leben 248 000 Ausländer in der Stadt. Eine Vorausschätzung des DIW für Berlin zeigt, daß eine Verringerung der Ausländerzahl in den nächsten Jahren unwahrscheinlich ist. Vielmehr ist bis 1990 eine Zunahme zu erwarten, die mit rund 30 000 aber deutlich geringer ausfallen dürfte als in den vergangenen Jahren. Da sich die Zahl der Deutschen wahrscheinlich in gleichem Tempo wie bisher verringert, wird der Ausländeranteil von gegenwärtig 12,5 vH bis 1990 auf gut 15 vH steigen. Diese Einschätzung ist zu revidieren, wenn sich das Ausländerrecht, seine Anwendung, die ökonomischen Rahmenbedingungen in der Bundesrepublik Deutschland oder die politischen Verhältnisse in den Herkunftsländern entscheidend ändern.
Themen: Regionalwirtschaft, Migration
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