Der konjunkturelle Rückgang in Berlin (West) hat sich im ersten Quartal 1981 deutlich abgeschwächt. Das reale Sozialprodukt war zwar - einer ersten Schätzung zufolge - immer noch um 1,5 vH geringer als in den ersten drei Monaten des Vorjahres, saisonbereinigt hat es sich gegenüber dem vierten Quartal 1980 aber nur wenig verringert. Dieses günstige Ergebnis •ist im wesentlichen der stabilen Entwicklung des Auslandsabsatzes zuzuschreiben. Trotz dieser Entwicklung hat sich die Beschäftigungssituation weiter verschlechtert. Die Zahl der Erwerbstätigen lag im ersten Quartal mit schätzungsweise 6 700 Personen um knapp 1 vH unter dem Stand vom ersten Quartal 1980; insbesondere im verarbeitenden Gewerbe ging die Beschäftigung deutlich zurück. Kennzeichnend für die Situation auf dem Arbeitsmarkt war auch, daß sich die Verminderung der Zahl der offenen Stellen, die um die Jahreswende eingesetzt hatte, bis zuletzt unvermindert fortsetzte. Auch in den kommenden Monaten wird die Entwicklung der Berliner - ebenso wie die der westdeutschen - Wirtschaft von der schwachen inländischen Nachfrage geprägt sein. Ein anhaltend gutes Auslandsgeschäft könnte zwar einen weiteren konjunkturellen Rückgang verhindern und in einigen Wirtschaftszweigen sogar deutliche Produktionsausweitungen bewirken. Zu einer umfassenden Belebung der Wirtschaftstätigkeit dürfte es jedoch in diesem Jahr nicht mehr kommen.
Themen: Regionalwirtschaft, Konjunktur
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