Kommentar vom 17. September 2015
Der Kampf um die Atomkosten – und wer sie zu tragen hat – erinnert an ein Katz-und-Maus-Spiel. Die Atomkonzerne haben über Jahrzehnte Subventionen zum Bau und Erhalt der Atomkraftwerke erhalten und dann gute Gewinne mit abgeschriebenen Kraftwerken erwirtschaftet. Viel zu lang halten die Atomkonzerne nun jedoch an veralteten Geschäftsmodellen fest und geraten so in schwieriges Fahrwasser. Die Atomkraftwerke werden nach und nach ab - geschaltet, die Wirtschaftlichkeit aller anderen Kraftwerke schwindet. So sind die Bilanzen der Atomkonzerne in den letzten Jahren nicht mehr mit derart üppigen Gewinnen gesegnet wie in der Vergangenheit. Sollten die Atomkonzerne nicht in der Lage sein, ihre hohen Kosten über die kommen - den Jahrzehnte decken zu können, droht der Öffentlichkeit ein Kostenberg, für den sie allein aufkommen muss.
Der vollständige Kommentar im Wochenbericht 38/2015 (PDF, 157.62 KB)