Hoffnung Finanztransaktionssteuer: Kommentar von Dorothea Schäfer

Kommentar vom 23. September 2015

Über viele Jahre haben einheimische (Groß-)Banken und  Fonds vielfach dafür gesorgt, dass die Kapitalertragssteuer auf Aktiendividenden nur einmal gezahlt, aber mehrfach erstattet wurde. Für die Gemeinschaft der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ist so ein Schaden entstanden, der schätzungsweise die Zehn-Milliarden-Euro-Grenze  übersteigt. Diese sogenannten Cum-Ex-Geschäfte sind ein weiteres Glied aus einer langen Kette von Vergehen, die sich Finanzmarktakteure in den vergangenen Jahren  haben zuschulden kommen lassen und die oft genug darauf abzielten, die Gemeinschaft der Steuerzahlerinnen- und Steuerzahler mittels manipulierter Handelsaktivitäten direkt zu schädigen. Hätte es die Finanztransaktionssteuer schon gegeben, wäre der Fiskus bei den Cum-Ex-Geschäften wenigstens nicht ganz leer ausgegangen. Handelsgeschäfte über mehrere Stufen und Leerverkäufe bildeten den Kern dieser Geschäfte. Die Steuer wäre auf jeder Stufe fällig geworden.

Der vollständige Kommentar im Wochenbericht 39/2015 (PDF, 135.24 KB)

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