Sowohl die Verteilung von Einkommen als auch die von Vermögen entwickeln sich in Deutschland seit Jahren auseinander. Warum gestaltet es sich politisch so schwierig, auch in wirtschaftlich "guten Zeiten" die Schere bei Einkommen und Vermögen zumindest nicht weiter aufgehen zu lassen? Welche Rolle spielen die Deregulierung des Arbeitsmarktes und Sparmaßnahmen bei sozialen Sicherungssystemen? Können bildungs- und/oder geschlechtsspezifische Maßnahmen das Auseinanderdriften reduzieren? Reicht es aus, die aus Marktprozessen resultierende Verteilung durch Transfers zu korrigieren oder muss dort angesetzt werden, wo Einkommen entstehen und Vermögen gebildet werden können? Es sollen Ursachen, langfristige Trends, Paradigmenwechsel im Verständnis von Wirtschaft und Gesellschaft sowie politische Maßnahmen diskutiert werden.