Ausmaß und Trends sozialräumlicher Segregation in Deutschland

Abgeschlossenes Projekt

Projektleitung

Dr. Jan Goebel

Projektzeitraum

1. Januar - 30. Juni 2015

Auftraggeber

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Die empirische Evidenz, ob es in Deutschland zu einer Zunahme von Segregationstendenzen und den damit einhergehenden sozialräumlichen Unterschieden in den letzten beiden Jahrzehnten kam, ist nach wie vor gering. Dies liegt vor allem daran, dass eine Beschreibung von gesamtdeutschen Segregationstendenzen unterhalb der Gemeindeebene mit den bestehenden Daten der amtlichen Statistik bisher nicht möglich war. Die Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) sind seit dem Erhebungsjahr 2000, unter Beachtung aller datenschutzrechtlichen Vorgaben, geografisch im Detail verortet. Dadurch ist es möglich die räumlich Nahumgebung der SOEP-Haushalte in die Analysen mit einzubeziehen, es können also sozialräumlich sensitive Analysen durchgeführt werden. Das Problem der fehlenden Datenverfügbarkeit wird im Rahmen des Projekts angegangen, indem ein externer Segregationsindex zur Beschreibung der Homogenität in der Nachbarschaft auf Basis flächendeckender microm-Daten neu entwickelt und den SOEP-Informationen zugeordnet wird. Mit Hilfe dieses  neu geschaffenen Datensatzes kann statistisch kontrolliert werden, ob der mögliche Einfluss des Nachbarschaftskontextes für besonders segregierte Gebiete stärker bzw. qualitativ unterschiedlich ist.

DIW Team