Kommentar vom 15. Juni 2016
Vor der Fußball-Europameisterschaft (EM) wurde in Deutschland die Auswahlmannschaft des Deutschen Fußballbundes (DFB) zum Favoriten auf den Gewinn des Titels ausgerufen. Das Ergebnis des ersten Spiels gibt auch Anlass, dies zu glauben. Wer eher mäßig spielt, aber trotzdem zu Null gewinnt, kann in einem Turnier weit kommen.
Scheinbar werden die vielfach angestellten Prognosen – oder sollte man besser Hoffnungen sagen? –, die das DFB-Team als kommenden Europameister sehen, durch eine Modellrechnung gestützt, die der Soziologe Jürgen Gerhards (FU Berlin), der Sportsoziologe Michael Mutz (Universität Gießen) und der Autor dieser Zeilen im Vorfeld der WM veröffentlicht haben. Doch dies ist zu kurz gedacht.