"Die Einbeziehung des Konsums emissionsintensiver Grundstoffe in den Emissionshandel wäre möglich": Fünf Fragen an Karsten Neuhoff

Interview vom 6. Juli 2016

Herr Neuhoff, bei der Produktion von Grundstoffen wie zum Beispiel Stahl, Zement oder Aluminium wird besonders viel CO2 frei. Warum gibt es für die im Rahmen des Europäischen Emissionshandels (EU ETS) entstehenden Mehrkosten Sonderregelungen, und wie sehen diese aus?

Hersteller von Stahl, Zement oder Aluminium produzieren ein weltweit handelbares Produkt. Deswegen können sie die Mehrkosten, die bei der Produktion in Europa entstehen, nicht im vollen Maße an den Produktpreis weitergeben. Es wird kontrovers diskutiert, welchen Anteil dieser Mehrkosten sie weitergeben können. Wenn sie vollständig weitergegeben werden könnten, wie manche NGOs sagen, dann bräuchten wir keine Sonderregelungen. Wenn, wie Industrievertreter argumentieren, keine Mehrkosten weitergegeben werden können, dann müssen diese Mehrkosten anderweitig aufgefangen werden, um Produktionsverlagerungen zu verhindern. Aktuell bekommen die Hersteller dieser Grundstoffe CO2 -Zertifikate umsonst zugeteilt. [...]


Das Interview mit Karsten Neuhoff ist dem Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 27/2016 entnommen. Es steht sowohl als pdf-Dokument (PDF, 111.85 KB) zur Verfügung als auch als
O-Ton von Karsten Neuhoff
Die Einbeziehung des Konsums emissionsintensiver Grundstoffe in den Emissionshandel wäre möglich - Fünf Fragen an Karsten Neuhoff

Weitere O-Töne (www.diw.de/interview)

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