DIW Berlin lässt seine Geschichte erforschen

Pressemitteilung vom 3. Februar 2017

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) lässt seine Geschichte wissenschaftlich aufarbeiten, im ersten Schritt von der Gründung bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. 1925 als Institut für Konjunkturforschung (IfK) gegründet und 1941 umbenannt, möchte das Institut insbesondere seine Rolle als Institution und die seiner Verantwortlichen in der Zeit des Nationalsozialismus kritisch beleuchten.

Daher wurden zunächst im Rahmen eines vom DIW Berlin finanzierten Projekts Materialien zur Geschichte des DIW Berlin bzw. des IfK aus verschiedenen Archiven gesammelt, weil die institutseigenen Bestände aus der Zeit bis 1945 nicht mehr erhalten sind. Da diese Materialien neue Erkenntnisse über die ersten beiden Jahrzehnte der Institutsgeschichte ermöglichen, werden sie nun unter Berücksichtigung aktueller archivalischer Standards professionell geordnet und erschlossen sowie durch weitere Quellenrecherche ergänzt. Zu diesem Zweck hat das DIW Berlin eine eigene Stelle geschaffen und Ende 2016 mit einem Historiker mit umfassender Archiverfahrung besetzt. Die Ergebnisse seiner Arbeit werden der Forschung wie der Öffentlichkeit über ein archivalisches Findmittel zugänglich gemacht.

In einem zweiten Schritt soll die Geschichte des DIW Berlin, auch über 1945 hinaus, im Rahmen eines geschichtswissenschaftlichen Drittmittelprojekts aufgearbeitet werden. Dabei soll insbesondere die Rolle des Instituts, seiner Forschung und Politikberatung sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gründlicher als bisher untersucht werden.

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