Netzwerke und Kooperationen spielen für das DIW Berlin eine wichtige Rolle, denn der fachliche Austausch ist die Grundvoraussetzung für exzellente Leistungen in Forschung, Politikberatung, Nachwuchsförderung und der Bereitstellung von Infrastruktur. Nationale und internationale Netzwerke in Projekten und auf institutioneller Basis bereichern die Forschung der Wissenschaftler*innen und helfen dabei, das Institut an internationalen wissenschaftlichen Standards zu messen.
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet über 96 selbständige Forschungseinrichtungen, die erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung betreiben, wissenschaftliche Infrastrukturen sind oder unterhalten und forschungsbasierte Dienstleistungen anbieten. Leibniz-Einrichtungen unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren, welches regulär alle sieben Jahre stattfindet. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Das DIW Berlin ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft seit deren Gründung und in verschiedenen Vernetzungsformaten der Gemeinschaft aktiv. Hierzu gehören auf der wissenschaftlichen Ebene beispielweise zwei Leibniz-Labs, zu den Themen Pandemic Preparedness und Systemische Nachhaltigkeit.
Das DIW Berlin ist in die Hochschullandschaft Berlin-Brandenburg eingebettet. Es unterhält enge Kooperationen mit den Berliner Universitäten – der Humboldt-Universität zu Berlin, der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität Berlin – sowie mit der Universität Potsdam und mit der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder. Auch die Hertie School, die European School of Management and Technology (ESMT Berlin) und die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR) sind Kooperationspartner des Instituts.
Europäisierung und Globalisierung verflechten die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft mit internationalen Partnern – daher spiegeln Forschung, Beratung, Infrastrukturen und Personalpolitik des DIW Berlin verstärkt internationale Perspektiven wider. Das DIW Berlin baut seine Rolle als europäisch orientierte Institution im internationalen Umfeld stetig aus, schafft attraktive Bedingungen für international mobile Wissenschaftler*innen und ist verstärkt auf dem internationalen Jobmarkt aktiv. Die Vernetzung des Hauses inner- und außerhalb Berlins, national und international, disziplinär und interdisziplinär sowie mit Universitäten, anderen Leibniz-Einrichtungen und weiteren außeruniversitären Forschungseinrichtungen wird weiter vorangetrieben. Zu wichtigen internationalen formellen und informellen Kooperationspartnern gehören u.a. die London School of Economics and Political Science, die University of Copenhagen, die University of Gothenburg, die Charles University, die Pompeu Fabra University, die Paris School of Economics oder die Ohio State University.
Das DIW Berlin misst sich an internationalen wissenschaftlichen Standards und integriert diese in seine Arbeit und seine Qualitätssicherung. Die Vielzahl von insbesondere projektbasierten Kooperationen mit ausländischen Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen ist von großer Bedeutung für die Arbeit des Instituts. Zusätzlich zu institutionellen und projektbezogenen Kooperationen sind die Forschungsabteilungen des DIW Berlin und das SOEP in entsprechende fachspezifische Netzwerke eingebunden – Kooperationen, die besonders bei der Entwicklung von nationalen und internationalen Standards für Panel-Befragungen oder im Rahmen von EU-Forschungsprojekten von großer Bedeutung sind.