Linkskeynesianische Kampagne beeinflusst das BMWi bei der Vergabe der Gemeinschaftsdiagnose

Pressemitteilung vom 2. Juli 2007

Nach Informationen des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) von heute ist das DIW Berlin bei der auf drei Jahre ausgeschriebenen Beratung für die Bundesregierung in der Gemeinschaftsdiagnose zur Konjunkturentwicklung ausgeschlossen worden. Das DIW Berlin sieht hierin seine Befürchtung bestätigt, dass die aus linken keynesianischen Kreisen geführte Kampagne gegen den Reformprozess am Institut die Vergabeentscheidung des BMWi beeinflusst hat.
Wie bereits in der Pressemitteilung des DIW Berlin vom 27. Juni 2007 erläutert, ist die für die Gemeinschaftsdiagnose zuständige Konjunkturabteilung des Instituts in den letzten Jahren umfangreich und erfolgreich zu einer Abteilung mit hohen wissenschaftlichen Standards umgebaut worden. Ziel der vom Wissenschaftsrat und der Leibniz-Gemeinschaft in den letzten Jahren angestoßenen Evaluation der Forschungsinstitute war eine bessere wissenschaftliche Unterfütterung der wirtschaftspolitischen Beratung. Das Aussortieren zweier erfolgreich evaluierter Leibniz-Institute (das DIW Berlin war gemeinsam mit dem renommierten Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, ZEW, angetreten) ist ein klarer Rückschlag für diese Bemühungen. Das DIW Berlin wird sich gegen diese Entwicklung zur Wehr setzen.
keyboard_arrow_up