Open-Source-Software (OSS) setzt sich zunehmend durch, wobei Unternehmen aus Polen, der Tschechischen Republik und Ungarn eine Vorreiterrolle einnehmen. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 38/2006. Vorreiter nach Branchen sind der Krankenhaussektor, die Telekommunikationsbranche, die Unterhaltungselektronik und die Hardwareindustrie. Große Unternehmen und Unternehmen mit einer hohen Marktkonzentration neigen in besonderem Maße zum Einsatz von OSS. Entgegen einer landläufigen Meinung sind Kosteneinsparungen nicht der ausschlaggebende Faktor für den Einsatz von OSS, sondern deren höhere Stabilität und Sicherheit. Eine wesentliche Voraussetzung für die Nutzung von OSS sind firmeninterne IT-Fachkenntnisse.
Software, deren Lizenz den Benutzern freien Zugang zum Quellcode, freie Weitergabe und beliebige Modifikation erlaubt sowie keinerlei Nutzungseinschränkungen auferlegt, wird als OSS bezeichnet. Bekannte OSS-Angebote sind Linux, Apache, my-SQL und Mozilla. Die wesentlichen Stärken der Software bestehen darin, dass den Benutzern die Möglichkeit eingeräumt wird, über das Produkt voll zu verfügen und es entsprechend der spezifischen Anforderungen anzupassen sowie zu pflegen und Teile des Programmcodes in eigenen Entwicklungen wiederzuverwenden. Durch den bedarfgerechten Zuschnitt dieser Software wird in den Unternehmen Fachwissen von hohem Wert geschaffen. Langfristig ermöglicht dieses Wissen den Unternehmen, den maximalen Nutzen aus ihren OS-Anwendungen zu ziehen. Als wesentliche Nachteile von OSS werden häufig die ungewisse Weiterentwicklung, mangelnde Unterstützung durch die Entwickler, fehlende Anwendungen und mangelndes Know-how gesehen.