Breitbandkommunikation: Herausforderung für die Medienindustrie

Pressemitteilung vom 6. Dezember 2006

Die weltweite Durchsetzung des Urheberschutzes für digitale Medieninhalte kann auf praktikable Weise nur mit technischen Mitteln gelöst werden. Dies ist neben der Konvergenz der Medienmärkte derzeit die größte Herausforderung für die Medienindustrie, so der aktuelle Wochenbericht 49/2006 des DIW Berlin.
Der Ausbau der Breitbandkommunikation erfordert eine Neuregelung der Probleme bei der Wahrung des geistigen Eigentums. Das Rechtssystem als Institution eignet sich unter den gewandelten technischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nur bedingt zur Wahrung der jeweiligen Eigentumsrechte, da diese nur zu hohen Kosten und aufgrund langwieriger Verfahren der Justiz kaum effizient weltweit durchgesetzt werden können. Auch die jetzigen Bemühungen um die rechtliche Neuregelung des Urheberschutzes werden den sich rasch wandelnden Gegebenheiten voraussichtlich nur unzureichend gerecht. Anbieter von urheberrechtlich geschützten Medieninhalten sind daher dazu übergegangen, nach technischen Lösungen zu suchen, die durch die Integration eines Schutzmechanismus in Endgeräte oder hierfür eingesetzte Software automatisch eine digitale Rechteverwaltung (Digital Rights Management, DRM) gewährleistet. Obwohl diese Bestrebungen auf heftigen Widerstand von Verbrauchern und deren Organisationen stoßen, führt an einer solchen technischen Lösung der Urheberrechtsproblematik wahrscheinlich kein Weg vorbei.
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