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Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 2 / 2004
Korruption im (internationalen) Sport ist nichts Neues. Olympische Fälle sind seit 388 v. Chr. dokumentiert. In der jüngeren Vergangenheit ragen der Korruptionsskandalim College-Basketball in den USA von 1951, der Fußball-Bundesliga-Bestechungsskandal von 1971 und der Skandal um die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2002 an Salt Lake City heraus. Der vorliegende Beitrag zeigt, dass Korruption im ...
2004| Wolfgang Maennig
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Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 2 / 2004
Der Mainstream der Korruptionsforschung schreibt das hohe Ausmaß an Korruption im postkommunistischen Russland dem Design und der Umsetzung der Marktreformen seit Anfang der 90er Jahre zu. Tatsächlich kann die Zunahme von Bestechung den Turbulenzen des Übergangs plausibel zugerechnet werden. Erweitert man die Betrachtung jedoch um die klientelistisch regulierte "parochiale Korruption", dann ist zwar ...
2004| Petra Stykow
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Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 2 / 2004
Wir analysieren die Wirkung der Dezentralisierung auf die Korruption am Beispiel Indonesiens. Aus theoretischer Sicht ist der Effekt unbestimmt: Zwar erhöht die größere Nähe der Betroffenen zu den Entscheidungsprozessen ihre Eingriffs- und Partizipationsmöglichkeiten, und auch der interjurisdiktionelle Wettbewerb senkt tendenziell das Korruptionsniveau, doch ist in Entwicklungsländern auf der lokalen ...
2004| Bert Hofmann, Kai Kaiser, Günther G. Schulze
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Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 2 / 2004
In einem empirischen Ländervergleich erweisen sich zwei Medienvariablen als besonders starke (negative) Determinanten des Korruptionsniveaus: die Anzahl der Internethosts und die Ausgaben für Information und Kommunikation. Für die beiden Variablen kann ein robuster korruptionsenkender Einfluss aufgezeigt werden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es nicht allein auf die Freiheit der Medien ankommt, ...
2004| Peter Graeff
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Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 2 / 2004
Ein Anstieg der Korruption um einen Punkt (auf einer Skala von 0 bis 10) verringert die Produktivität um 4% und die Nettokapitalzuflüsse um 0,5 % des Bruttoinlandsprodukts. Entscheidend für den negativen Einfluss auf die Produktivität ist der Zusammenhang zwischen Korruption und mangelnder Qualität der Bürokratie, also das Problem korrupter Staatsangestellter. Entscheidend für den Einfluss auf Nettokapitalimporte ...
2004| Johann Graf Lambsdorff
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Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 2 / 2004
Dieser Beitrag gibt einen knappen Überblick über die ersten zehn Jahre der empirischen Korruptionsforschung, die mit Mauro (1995) begann. Die ältere theoretische Diskussion der Frage, ob Korruption schädlich ist oder nicht, hatte zu keinem eindeutigen und allgemein akzeptierten Ergebnis geführt; die wesentlichen Argumente werden kurz skizziert. Erst internationale Querschnittsstudien führten eine Klärung ...
2004| Björn Frank
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Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 2 / 2004
2004| Björn Frank
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Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 1 / 2004
Der Beitrag stellt drei Sätze von disziplinären Nachhaltigkeitskriterien aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Perspektive vor, die im Rahmen des interdisziplinären Forschungsprojekts "Arbeit und Ökologie" entwickelt wurden, um Elemente einer integrativen Nachhaltigkeitsstrategie zu identifizieren. Dabei wurden zunächst Strategiebündel erarbeitet, die jeweils mit einem Satz der disziplinären ...
2004| Jürgen Blazejczak, Dietmar Edler
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Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 2 / 2000
Im Transformationsprozess der Wirtschaft in Ostdeutschland wurde die Industrieforschung besonders stark abgeschmolzen. Zudem erschwerten Phänomene der Marktunvollkommenheit im Bereich der wirtschaftsnahen Forschung und Entwicklung (FuE) und Innovation (Informationsdefizite und Unsicherheit, externe Effekte, Unteilbarkeiten) die Neuformierung des regionalen Innovationssystems. Der Bund und die neuen ...
2000| Heike Belitz, Frank Fleischer
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Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 1 / 2000
Bei dem zur Ermittlung des Produktionspotentials im DIW verwendeten Capital-Vintage Modell wird angenommen, dass die Unternehmen ihre Investitionskalkulation auf der Erwartung begründen, die einmal gewählte Kombination der Produktionsfaktoren, etwa von Arbeit und Kapital, bleibe für die Nutzungsdauer der Investitionen fest. Geändert wird das Verhältnis von Arbeit und Kapital für den gesamten Anlagenbestand ...
2000| Bernd Görzig