Die Auswirkung der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Diversität der Finanzportfolios privater Haushalte

Aktuelles Projekt

Abteilung

Makroökonomie

Projektleitung

Prof. Dr. Dorothea Schäfer

Projektzeitraum

1. Mai 2019 - 31. Mai 2020

Auftraggeber

Leibniz Gemeinschaft, Leibniz-Forschungsverbund Krisen einer globalisierten Welt

Die vergangenen 10 Jahre haben deutlich gezeigt, dass globale Wirtschafts- und Finanzkrisen nicht nur Banken und Unternehmen sondern auch private Haushalte vor große Herausforderungen stellen und ihnen ein hohes Maß an Schockabsorptionsfähigkeit abverlangen. Die Widerstandskraft der privaten Haushalte hängt auch von der Stabilität ihrer Anlageportfolios ab. Diversifikation ist eine wichtige Voraussetzung für Portfoliostabilität. Durch die Krise haben sich Hintergrundrisiken sowie Einkommens- und Vermögenssituation der privaten Haushalte verändert. Niedrige Zinsen sind womöglich ein Anreiz, durch riskante Unterdiversifizierung den Portfolioertrag zu steigern. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, das Wissen über den Einfluss der großen Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Diversifikationsentscheidungen der privaten Haushalte zu verbessern. Wir untersuchen, ob die Krise die Diversität der Anlageportfolios verändert hat, und welche Faktoren dafür verantwortlich sind. Dabei konzentrieren wir uns auf drei Länder der Eurozone, die von der Krise unterschiedlich betroffen sind, Spanien, Italien und Deutschland. Datenbasis sind die Luxembourg Wealth Study (LWS) und die nationalen Haushaltspanels. Den Grad der Diversität der Anlageportfolios erfassen wir durch zwei gebräuchliche Diversitätskennziffern, Gini-Simpson und Shannon Entropy Index. Unsere Forschungsergebnisse tragen dazu bei, die Krisenreaktionen der privaten Haushalte und die Auswirkungen auf deren Widerstandsfähigkeit besser einschätzen zu können.

DIW Team

Themen: Finanzmärkte

Kontakt

Tatjana Ribakoff

Wissenschaftliche Projektkoordinatorin in der Abteilung Makroökonomie