Zimmermann: "Ökonomen dürfen Globalisierung nicht nur anderen predigen"
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) stärkt seine internationale Vernetzung: In Washington stellt sich heute ein neues Institut, DIW DC, der Öffentlichkeit vor, zu dem das DIW Berlin ein besonderes Kooperationsverhältnis hat. Das DIW DC ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation, die eng mit der renommierten Georgetown University verbunden ist. Die neue Beziehung stärkt die internationale Vernetzung des Berliner Instituts mit Hochschulen, Think Tanks und Organisationen. "Wir wollen unsere Forschung noch stärker internationalisieren und deren Ergebnisse noch politiknäher vermitteln," sagte DIW-Präsident Klaus F. Zimmermann.
Bei der Eröffnungsveranstaltung sprechen auch der deutsche Botschafter in den USA, Klaus Scharioth, sowie der Vorsitzende des US-Sachverständigenrats und Wirtschaftsberater des US-Präsidenten, Edward Lazear. Leiterin der Einrichtung ist Amelie Constant, die an der Georgetown University lehrt und auch Stellvertretende Programmdirektorin des Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) ist. "Ob Arbeitsmarkt oder Gesundheitsreform, ob Kinderbetreuung oder Klimawandel - Politik braucht eine wissenschaftlich fundierte Beratung. Wir als Wirtschaftsforscher wiederum brauchen dafür eine globale Perspektive," sagte DIW-Präsident Zimmermann. "Ökonomen dürfen Globalisierung nicht nur anderen predigen, sondern müssen sie auch selber gestalten." Mit dem DIW DC als Partnerorganisation setzt das DIW Berlin auch seine Strategie fort, die Qualität seiner wissenschaftlichen Arbeit durch internationale Zusammenarbeit zu sichern und weiterzuentwickeln. DIW DC steht für transatlantische Vernetzung und Kommunikation: - beim Aufbau von Forschungs- und Beratungskooperationen zwischen Think Tanks und Hochschulen, - bei der Vermittlung wirtschaftswissenschaftlicher Expertise über Deutschland und Europa in den USA, - beim transatlantischen Dialog über wirtschaftspolitische Fragen. Dieser Schritt verstärkt auch die Zusammenarbeit des DIW Berlin mit dem internationalen Forschernetzwerk des IZA, mit dem das DIW DC ebenfalls eine priviligierte Beziehung hat.