Mit der politischen Entscheidung für eine schnelle Vereinigung der beiden deutschen Staaten wurde die Wirtschaft in Ostdeutschland einer extremen "Schocktherapie" ausgesetzt. Die innerhalb kürzester Zeit vollzogene Transformation von einer zentral gelenkten zu einer marktgesteuerten Wirtschaft und - viel mehr noch - die schlagartige Konfrontation mit dem westdeutschen Wirtschaftspotential und dem Weltmarkt ...
Die Spannungen im Europäischen Währungssystem (EWS), die Anfang August den Übergang zu weitgehend frei schwankenden Wechselkursen herbeiführten, wurden vielfach damit begründet, daß Deutschland in dieser Phase des Einigungsprozesses höhere Zinsen haben müsse als die Partnerländer. Daher seien Spannungen oder sogar ein Auseinanderbrechen des EWS im Grunde unvermeidlich gewesen. Diese Argumentation ist ...
Das kräftige Wirtschaftswachstum in China strahlt auf die asiatische Region aus. Es sind Ansätze zu einer "Chinesischen Wirtschaftsregion" oder einem "Wachstumspol" zu erkennen, zu dem u.a. Hongkong, Macao und Taiwan gehören. Innerhalb der Volksrepublik aber hat das Hinterland nur wenig an der" Politik der Öffnung" und dem Boom an der Küste teil. Diese rückständigen Gebiete stärker an den Landesdurchschnitt ...
ln der Bundesrepublik Deutschland ist der " Markt für Altenpflege" durch vielfältige Regulierungen gekennzeichnet, die privatwirtschaftliche Initiativen sowie eine bedarfsgerechte Anpassung von Angebot und Nachfrage behindern. Eine völlige De-Regulierung wäre der Humandienstleistung "Altenpflege" freilich auch nicht angemessen. Vielmehr kann die Konkurrenz von freigemeinnützigen, staatlichen und privaten ...
Die Bundesrepublik Deutschland, eine der führenden Handelsnationen, wirkt im grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehr relativ schwach: Ihr Anteil am statistisch erfaßten internationalen Dienstleistungsverkehr ist deutlich geringer als beim Warenhandel. Während sie ihre Wettbewerbsfähigkeit im Warenhandel durch langjährig kräftiges Exportwachstum und regelmäßige Ausfuhrüberschüsse ausgewiesen hat, ...
Im Frühjahr 1990 hat das DIW Szenarien der Bevölkerungsentwicklung in Ost- und Westdeutschland vorgelegt. In der Zwischenzeit haben sich mit der Vereinigung Deutschlands und den politischen Entwicklungen in den osteuropäischen Ländern die Rahmenbedingungen erheblich verändert. Dies findet auch in der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland seinen Niederschlag. Die Zuwanderungen in den letzten Jahren ...
Im vergangenen Jahr stockten die privaten Haushalte ihr Geldvermögen in Deutschland um 250 Mrd. DM auf. Dabei fiel die Geldvermögensbildung in Westdeutschland (215 Mrd. DM) um 8 Mrd. DM geringer, in Ostdeutschland (35 Mrd. DM) um 16 Mrd. DM stärker aus als im Jahr davor. Weitere 48 Mrd. DM sind 1992 - fast ausschließlich im alten Bundesgebiet - in die Eigenheimfinanzierung geflossen. Der Geldvermögensbestand ...