Sonstige DIW-Publikationen
Hermann Kästner, Christoph Kippenberger, Ulrich Krauß, Manfred Kruszona, Helmut Schmidt, Dieter Kamphausen, Manfred Liebrucks, Manfred Rumberger, Eberhard Wettig
Stuttgart:
Schweizerbart'sche Verlagsbuchhandlung,
1977,
XVIII, 194 S. : Kt., Anl.
(Untersuchungen über Angebot und Nachfrage mineralischer Rohstoffe ; 9)
Wolfram wird zu etwa 70 vH aus Scheelit- und Wolframit-Lagerstätten gewonnen, die restlichen 30 vH sind Kuppel- und Beiprodukte. Wirtschaftliche Bedeutung haben nur die Minerale Wolframit und Scheelit. Die Weltbergwerksproduktion von Wolfram ist zwischen 1965 und 1975 von etwa 27 000 auf rund 38 000 t gestiegen; dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von 3,6 vH. Hauptförderländer waren 1975 die VR China und die UdSSR vor Bolivien, Südkorea und den USA. Der Verbrauch an Wolframerz betrug 1975 32 800 t gegenüber 28 600 t (W-Inhalt) 1965; allein 1973 wurden 39 000 t verbraucht. Knapp 59 vH des Verbrauchs entfielen 1975 auf Länder der westlichen Welt, 21 vH auf die UdSSR und 19 vH auf die USA. An erster Stelle unter den Verbrauchersektoren rangiert mit mehr als 50 vH die Hartmetallerzeugung; nächstgrößter Verbraucher ist die Eisen- und Stahlindustrie, in der Wolfram vornehmlich für die Erzeugung von Schnellarbeitsstählen eingesetzt wird. Weitere Verbraucher sind die chemische und die elektrotechnische Industrie. Aufgrund der für die einzelnen Länder ermittelten Projektionswerte kann damit gerechnet werden, daß der Wolframverbrauch (einschl. Sekundärmaterial) in der Welt bis 1990 auf etwa 58 400 t steigt. Mit 1975 als Basisjahr ergäbe sich eine durchschnittliche jährliche Zuwachsrate von 3,4 vH. Auf der Basis von 1973 - dem Jahr mit dem größten Verbrauch (43 500 t) - errechnet sich lediglich ein Zuwachs von 1,9 vH. Die sicheren und wahrscheinlichen Wolframvorräte der Welt betragen 2,03 Mi II. t; davon lagern 37 vH in den Ländern der westlichen Welt. Auf die VR China entfallen 47 vH der Weltvorräte, auf die UdSSR 11 vH, Nordkorea 5 vH und die USA 5 vH. In der VR China und in der UdSSR liegen auch nahezu zwei Drittel der potentiellen Vorräte, die weltweit auf 3,4 Mill. t Metall veranschlagt werden.
Themen: Ressourcenmärkte