Sonstige DIW-Publikationen
Hermann Kästner, Christoph Kippenberger, Ulrich Krauß, Manfred Kruszona, Helmut Schmidt, Dieter Kamphausen, Manfred Liebrucks, Manfred Rumberger, Eberhard Wettig
Stuttgart:
Schweizerbart'sche Verlagsbuchhandlung,
1978,
XXV, 347 S. : Kt., Anl.
(Untersuchungen über Angebot und Nachfrage mineralischer Rohstoffe ; 10)
Angebot und Verbrauch von Nickel in der Welt wurden regional und innerhalb einzelner Länder nach Verbrauchergruppen untersucht. Von wirtschaftlicher Bedeutung für die Gewinnung von Nickelerzen sind magmatogene Nickelsulfiderze sowie oxidische und silikatische Nickellateriterze. Eine umfangreiche Nutzung der Nickel-Ressourcen in den Manganknollen der Tiefsee erscheint im nächsten Jahrzehnt unwahrscheinlich. Von der Weltförderung im Jahr 1976 entfielen 61 vH auf Sulfiderz- und 39 vH auf Lateriterzkapazitäten, rund 27 vH der sicheren und wahrscheinlichen Vorräte sind Sulfiderze, 73 vH Lateriterze. Der Anteil der Lateriterze an der Förderung dürfte künftig zunehmen. In den gegenwärtig abgebauten Lagerstätten sulfidischer Erze liegen die Nickelgehalte meist zwischen 0,4 und 4 vH, bei Iateritischen Erzen überwiegend zwischen 1,2 und 2,5 vH. Die Förderung ist von 1966 (415 800 t) bis 1976 (778 900 t) um durchschnittlich jährlich 6,5 vH gestiegen. Hauptförderländer waren 1976 Kanada (Anteil an der Weltförderung 34 vH), die UdSSR (16 vH), Australien (10 vH), Kuba (5 vH) und die Dominikanische Republik (3 vH). über drei Viertel der Weltförderung im Jahr 1976 entfielen auf die westliche Welt, davon zwei Drittel auf Industrie- und ein Drittel auf Entwicklungsländer. Die sicheren und wahrscheinlichen Nickelvorräte der Welt betragen gegenwärtig 82 Mill. t, die potentiellen Vorräte 114 Mill. t. Von den potentiellen Vorräten sind 80 vH in Lateriterz- und 20 vH in Sulfiderzlagerstätten konzentriert. Die sicheren und wahrscheinlichen Vorräte haben eine statische Lebensdauer von 105 Jahren und - bei einem Förderzuwachs von jährlich zwischen 2 und 8 vH - eine semidynamische Lebensdauer von 57 bis 28 Jahren. Der Nickelverbrauch erhöhte sich von 1966 (467 600 t) bis 1976 (665 700 t) um durchschnittlich jährlich 3,6 vH. Hauptverbraucherländer waren 1977 die USA (23 vH), die UdSSR (18 vH), Japan (17 vH) und die Bundesrepublik Deutschland (9 vH). Wesentliche Einsatzgebiete für Nickel sind die Stahlindustrie (62 vH des Gesamtverbrauchs, der größte Teil davon zur Erzeugung von rostfreiem Stahl), die NE-Metallindustrie und die Galvanotechnik.
Themen: Ressourcenmärkte