Förderpreis Falk

Personalie vom 9. Dezember 2008

9. Dezember 2008        

Prof. Dr. Armin Falk (40), Professor für Experimentelle Wirtschaftsforschung, Direktor des Laboratoriums für Experimentelle Wirtschaftsforschung der Universität Bonn, Programmdirektor beim IZA und Power-User des Sozio-oekonomischen Panels am DIW Berlin ist von der DFG mit dem „Förderpreis im Gottfried Wilhelm Leibniz-Programm“ für das Jahr 2009 ausgezeichnet worden. Er ist mit 2,5 Millionen Euro Forschungsmitteln für sieben Jahre dotiert.

Maßstäbe gesetzt        

Armin Falk wird für seine Arbeiten ausgezeichnet, mit denen er in der verhaltenswissenschaftlichen Wirtschaftsforschung und in den Wirtschaftswissenschaften insgesamt Maßstäbe gesetzt hat. Sein besonderes Interesse gilt der Frage, wie sich primär nicht-ökonomische, insbesondere psychologische und verhaltensbedingte Motivationen auf das Agieren von Individuen auf Arbeitsmärkten auswirken. Auf fundierter theoretischer Basis und breiter Methoden- und Datengrundlage erforscht Falk die Bedeutung von prozeduraler und prozessbezogener Fairness für wirtschaftliches Verhalten. Aus dieser Perspektive interessiert etwa nicht nur, wie hoch das Einkommen eines Arbeitnehmers im Vergleich zu anderen Arbeitnehmern ist; genauso wichtig ist, wie er und die anderen ihr jeweiliges Einkommen erlangt haben und wie sie dies unter Fairness-Gesichtspunkten bewerten. Über die Wirtschaftswissenschaften hinaus strahlen diese Arbeiten auch auf die Psychologie, Anthropologie und Soziologie aus. Köln, Zürich und Bonn sind die Stationen in Armin Falks wissenschaftlichem Werdegang. In Köln studierte er Volkswirtschaftslehre, in Zürich wurde er von Ernst Fehr promoviert und dort habilitierte sich Arnim Falk auch. Mit 35 Jahren wurde er 2003 Professor an der Bonner Universität; daneben ist er Programmdirektor am Bonner Institut für die Zukunft der Arbeit (IZA), CEPR Research Fellow, CESifo Fellow und als Forschungsprofessor dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung verbunden.
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