10. Mai 2014

Lange Nacht der Wissenschaften

Lange Nacht der Wissenschaften 2014

Termin

10. Mai 2014
17:00 - 24:00

Ort

DIW Berlin im Quartier 110
Mohrenstraße 58
10117 Berlin

Zum vierten Mal wird das DIW Berlin an der Langen Nacht der Wissenschaften teilnehmen. Auch diesmal werden unsere Referenten mit spannenden Vorträgen zahlreiche Besucher anlocken.

Nähere Informationen


Copyright: DIW Berlin

Programm des DIW Berlin

Im Folgenden finden Sie die Vorträge der WissenschaftlerInnen des DIW Berlin auf der Langen Nacht der Wissenschaften 2014.

INFOSTAND | 17.00 - 0.00 Uhr | Joan-Robinson-Lounge im 1. OG 

Volksvertreter sind risikofreudiger als das Volk. Heiraten macht glücklich - aber nur für ein Jahr. Im Laufe ihres Lebens werden die Deutschen zunehmend religiöser. Diese Ergebnisse basieren auf Daten des SOEP - der größten und am längsten laufenden sozial-wissenschaftlichen Erhebung in Deutschland. Erfahren Sie mehr über SOEP und dessen Erhebungsinstitut Infratest! Jahr für Jahr beantworten dafür etwa 30 000 Personen Fragen zu Arbeit, Einkommen, Gesundheit und Lebenszufriedenheit. In dieser Nacht geben die Forscher die Antworten: Wie entsteht die Studie, wer denkt sich die Fragen aus und was wird mit den Antworten erforscht? Beantworten Sie den Fragebogen selbst oder nehmen Sie am Verhaltensexperiment teil- und erfahren so ein Stückchen mehr über sich.


Copyright: DIW Berlin

VORTRAG | 17.00 Uhr | Schumpeter-Saal im 1. OG

Die Energiewende ist realisierbar. Aber ist sie auch ökonomisch sinnvoll? Oder isoliert sich Deutschland dabei völlig? Und: Wer trägt die Kosten? Müssen wir mit Blackouts und mit Strompreisexplosionen leben? Claudia Kemfert beantwortet diese Fragen und unterstreicht die wirtschaftlichen Chancen, die in einer klugen Energiewende liegen.

Hintergrund: Fossile Ressourcen wie Öl, Gas und Kohle sind endlich und verursachen klimaschädliche Treibhausgase. Die Katastrophe in Fukushima hat in Deutschland zu einem Umdenken in der Atompolitik geführt. Das Ziel der Bundesregierung, in den kommenden vier Jahrzehnten den Anteil der erneuerbaren Energien von heute 25 auf 80 Prozent zu erhöhen, ist jedoch grundsätzlich machbar.

Referentin:

Prof. Dr. Claudia Kemfert leitet seit April 2004 die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am DIW Berlin und ist seit April 2009 Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance (HSoG).


Foto: DIW Berlin / F. Schuh

VORTRAG | 18.00 Uhr | Schumpeter-Saal im 1. OG

Seit dem letzten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung wird das Thema Verteilungsgerechtigkeit öffentlich kontroverser diskutiert denn je. Markus M. Grabka beschreibt sowohl die Entwicklung der Ungleichheit der Einkommen als auch der Vermögen und präsentiert Erklärungsansätze für die in der Vergangenheit gestiegene Ungleichheit.

Die Studie entstand auf Basis aktueller Mikrodaten aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) und lässt Analysen zur Vermögenssituation der Privathaushalte nach der Finanzkrise zu: Es wird gezeigt, dass in Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin ein hohes Maß an Ungleichheit vorherrscht.


Referent:

Dr. Markus M. Grabka arbeitet im Bereich Data-Operation und Forschungsdatenzentrum am Sozio- oekonomisches Panel und forscht zu Einkommens- und Vermögensverteilungen.


Foto: privat

VORTRAG | 19.00 Uhr | Schumpeter-Saal im 1. OG

Hertha BSC erhält 60 Millionen Euro von einer Beteiligungsgesellschaft. Hat der Investor eine Schwäche für die Alte Dame oder hofft er auf Imagegewinn? Eines scheint klar: Eine große Rendite ist nicht zu erwarten. Finanzmarktexpertin Dorothea Schäfer über Kapitalgesellschaften in der deutschen Fußball-Bundesliga.

Referentin:

Prof. Dr. Dorothea Schäfer ist Forschungsdirektorin am DIW Berlin und Adjunct Professor im Bereich Finance an der Jönköping International Business School in Schweden


Foto: privat

VORTRAG | 20.00 Uhr | Schumpeter Saal im 1. OG

Besserverdiener und Wohlhabende neigen zu Union und FDP, aber auch zu den Grünen. Ein umgekehrtes Bild ergibt sich für die SPD und vor allem für Die Linke. Stefan Bach, Steuerexperte des DIW Berlin, und Markus M. Grabka haben mit den Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) den statistischen Zusammenhang zwischen der Parteiorientierung der Bürger sowie deren Einkommen und Vermögen untersucht.

Referent:

Dr. Stefan Bach ist Steuerexperte und wissenschaftlicher Mitarbieter der Abteilung Staat am DIW Berlin.


Foto: privat

VORTRAG | 21.00 Uhr | Schumpeter Saal im 1. OG

Uni, FH, Ausbildung - welche Fächer lohnen sich? Mit einem Universitätsabschluss können im Durchschnitt höhere Löhne erzielt werden als mit einem niedrigeren Abschluss. Auch das Risiko, arbeitslos zu sein, ist unter Akademikern geringer als für die Gesamtbevölkerung. Doch wie weit liegen die Löhne innerhalb eines Bildungsabschlusses auseinander?

Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung hat untersucht, wie sich die Bildungsrendite - also der Aufschlag auf den Lohn, den ein zusätzliches Bildungsjahr im Durchschnitt bringt - nach Studien- und Ausbildungsfächern unterscheidet. Miteinander verglichen wurden Löhne innerhalb eines Bildungsabschlusses, sowie die Löhne ähnlicher Fachrichtungen über die Qualifikationen hinweg.

Referentin:

Dr. Johann Storck ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Bildung und Familie am DIW Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Bildungs- und die Arbeitsmarktökonomie.


Foto: Leibniz Bildungspotenziale I Hüning

VORTRAG | 22.00 Uhr | Schumpeter Saal im 1. OG

Konjunkturprognosen liegen immer falsch? Von wegen! Das sagen wir nicht nur, weil wir selbst seit Jahrzehnten eine ganze Menge davon produzieren. Ist eine Prognose nur gut, wenn sie ganz genau eintrifft, und wann ist das überhaupt der Fall? Selbst wenn ich erkannt habe, dass eine Rezession bevorsteht, wer wird mir glauben?

Dieser Vortrag gibt einen Überblick über das Freud und Leid der Wirtschaftsprognostiker und soll helfen, die Prognosen besser zu verstehen.

Referent:

Dr. Dirk Ulbricht ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Konjunkturpolitik am DIW Berlin und ist dort Experte für Modellentwicklung und Methoden im Bereich der Konjunkturprognosen.


Foto: DIW Berlin