Faktorwanderungen und Faktorallokation in der Europäischen Gemeinschaft: Vorstudie zu dem Projekt "Faktorwanderungen, insbesondere Arbeitskräftewanderungen in der Europäischen Gemeinschaft, wirtschaftliche und soziale Bedeutung sowie Erfordernisse der Faktorlenkung unter integrationspolitischem Aspekt" ; Gutachten gefördert durch die Stiftung Volkswagenwerk

Sonstige DIW-Publikationen , 95 Bl.

Bernhard Seidel

1978

Abstract

Eine europäische Regional-, Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik, die auf Verbesserung des Einsatzes der Produktivkräfte zielt, setzt voraus, daß einmal die bestimmenden Faktoren für Standortentscheidungen von Arbeitnehmern und Unternehmern und zum anderen die wünschenswerte Faktorallokation im europäischen Raum bekannt sind. In dieser Vorstudie wird geprüft, inwieweit sich die Ursachen für die Wanderungsentscheidungen von Arbeitnehmern durch makroanalytische Ansätze erfassen lassen. Darüber hinaus wird untersucht, ob anhand eines relativ einfachen Optimierungsmodells praktikable Vorstellungen über eine räumliche Verteilung von Erwerbstätigen und Investitionen gewonnen werden können, die unter bestimmten Zielvorgaben - etwa einem möglichst großen Zuwachs der Bruttowertschöpfung - erwünscht ist. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, daß die gegenwärtig verfügbare statistische Datenbasis für eine makroanalytische Untersuchung der Wanderungsursachen recht schmal ist, so daß auch bei einer Verfeinerung des analytischen Instrumentariums kaum sichere Aussagen über die Gründe für Standortentscheidungen getroffen werden können. Dagegen könnte der geprüfte Optimierungsansatz - trotz geringerer Bezüge zu aktuellen wirtschaftspolitischen Fragen - für die Ausgestaltung der europäischen Regionalpolitik Orientierungshilfen bieten. Voraussetzung ist hierbei allerdings, daß das zunächst einfach gehaltene Modell erweitert wird.

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