Berliner Konjunktur bleibt schwach

DIW Wochenbericht 13 / 2001, S. 193-200

Karl Brenke

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Abstract

Im letzten Jahr hat die Wirtschaftsleistung in Berlin zum ersten Mal nach längerer Zeit wieder zugenommen. Der Anstieg der gesamten Bruttowertschöpfung um real 1,5 % blieb allerdings weit hinter dem Wachstum in Deutschland zurück. Immerhin nahm erstmals seit dem Fall der Mauer die Beschäftigung nicht weiter ab, sondern stieg sogar leicht. Der Zuwachs war allerdings viel zu schwach, um eine spürbare Entlastung auf dem Arbeitsmarkt zu bewirken. In diesem Jahr bleibt die wirtschaftliche Entwicklung verhalten. Die allgemeine konjunkturelle Abschwächung macht sich auch in Berlin bemerkbar, vor allem in der Industrie. Des Weiteren werden sich die drastischen Sparmaßnahmen des Landes dämpfend auswirken. Dies bekommt insbesondere die Bauwirtschaft zu spüren, die ohnehin mit einer stark nachlassenden Nachfrage beim Wohnungsbau konfrontiert ist. Die Expansion in Teilen des Dienstleistungssektors kann diese Entwicklungen zwar ausgleichen, doch für einen kräftigen Aufschwung der Berliner Wirtschaft insgesamt reicht die Dynamik dieser Sektoren nicht aus. Zu erwarten ist, dass 2001 die Wirtschaftsleistung in Berlin das Vorjahresergebnis real nur um etwa 11/2 % übertreffen wird. Die Beschäftigung nimmt dabei um 1/2 % zu.


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