EU auf dem richtigen Weg: Designschutz für Auto-Ersatzteile nicht gerechtfertigt

DIW Wochenbericht 31 / 2008, S. 441-443

Pio Baake

get_appDownload (PDF  124 KB)

get_appGesamtausgabe/ Whole Issue (PDF  233 KB)

Abstract

Im Dezember vergangenen Jahres hat das Europäische Parlament einer Vorlage der Europäischen Kommission zugestimmt, wonach die Schutzrechte für das Design von Auto-Ersatzteilen eingeschränkt werden sollen. Für Ersatzteile, deren Design maßgeblich für ihre Funktionalität oder ihr äußeres Erscheinungsbild ist, soll es nach einer Übergangsfrist von fünf Jahren keinen Designschutz mehr geben. Eine ökonomische Analyse zeigt, dass diese Regelungen die Effizienz der Märkte erhöhen können. Der Wegfall von Schutzrechten ermöglicht Wettbewerb auf den Ersatzteilmärkten, wodurch sich nicht nur die Preise für die Ersatzteile selbst verändern. Vor allem werden die potentiellen Preisstrategien der Automobilhersteller so eingeschränkt, dass relativ geringe Preise für Autos nicht mehr durch hohe Preise für Ersatzteile kompensiert werden können. Dieser Effekt kann schließlich zu geringeren Preisen und damit zu effizienteren Marktergebnissen führen.

Pio Baake

Kommissarischer Abteilungsleiter in der Abteilung Wettbewerb und Verbraucher



JEL-Classification: L13;L42;D43
Keywords: Aftermarkets, Monopolization, Liability
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/151643