Geben Konjunkturprognosen eine gute Orientierung?

DIW Wochenbericht 13 / 2009, S. 207-213

Konstantin A. Kholodilin, Boriss Siliverstovs

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Abstract

Die vorliegende Bewertung der Treffgenauigkeit von Prognosen sowie von vorläufigen amtlichen Berechnungen zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland zeigt, dass frühe Prognosen nicht nur sehr ungenau sind, sondern auch systematisch zu optimistisch ausfallen. Die mehr als ein Jahr im voraus erstellten Schätzungen im Rahmen der Gemeinschaftsdiagnose zur Wachstumsrate des realen Bruttoinlandsprodukts lagen im Zeitraum 1996 bis 2006 durchschnittlich um etwa die Hälfte über den später festgestellten tatsächlichen Werten. Eine deutliche Verbesserung der Zuverlässigkeit wird bei Prognosen für das jeweils laufende Jahr erzielt, und die ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes unmittelbar nach Ablauf eines Jahres liegen bereits recht nahe bei den endgültigen Werten. Die Prognosen und vorläufigen Berechnungen zum Bruttoinlandsprodukt und zu den privaten Konsumausgaben sind am zutreffendsten, während die Konsumausgaben des Staates die am schlechtesten vorausgesagte Größe ist.

Konstantin A. Kholodilin

Wissenschaftler Abteilung Makroökonomie



JEL-Classification: C53;C89
Keywords: Quality of statistical data, Signal-to-noise ratio, Economic forecasts
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/151763


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