DIW Discussion Papers 1092, 13 S.
Ulf Rinne, Simone Schüller, Klaus F. Zimmermann
2010
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Published in: Zeitschrift für Arbeitsmarktforschung = Journal for Labour Market Research 44 (2011) No. 1-2, 81-89
Das ökonomische Potenzial ethnischer und kultureller Vielfalt wird häufig verkannt. Die Ergebnisse neuerer Studien, die in diesem Beitrag zusammengefasst werden, zeigen jedoch, dass sich "weiche" Faktoren wie etwa Einstellungen, Wahrnehmungen und Identitäten, hier insbesondere ethnische Identitäten, wesentlich auf ökonomische Ergebnisse auswirken können. Dies geht sowohl aus Analysen des Prozesses kultureller Integration in einer generationenübergreifenden Perspektive als auch aus Untersuchungen der Arbeitsplatzsuche und der Wiedereingliederung von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt hervor. Eine Volkswirtschaft kann sich durch eine geeignete Beachtung und Einbeziehung multi-ethnischer Faktoren ökonomisch besser stellen. Kulturelle und ethnische Assimilation von Zuwanderern ist deshalb keine alleinige oder dominante Strategie der ökonomisch erfolgreichen Einbindung in die Aufnahmegesellschaft. Neben einer besseren Aktivierung der Integrationspotenziale bei Personen mit Migrationshintergrund ist auch eine kulturelle oder ethnische Öffnung der Einheimischen sinnvoll.
Themen: Migration, Arbeit und Beschäftigung
JEL-Classification: F22;J15;J61
Keywords: Migration, Ethnicity, Ethnic Identity, Labor Market Success
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/52531