Das digitale Wirtschafsleben ist geprägt von der nahezu täglichen Angabe persönlicher Informationen zu verschiedenen Zwecken. Die Entlohnung dafür findet auf unterschiedliche Weisen statt: durch Preisreduktion, Produkt-Personalisierung oder scheinbar freie Nutzung von Dienstleistungen im Internet, beispielsweise Suchmaschinen. Das Weltwirtschaftsforum in Genf bezeichnet persönliche Informationen bereits als neue Ressource (new asset class). Und auf europäischer Ebene treibt man die Monetarisierung der Privatsphäre voran: So sollen Europäer künftig für ihren Verzicht auf Privatsphäre fairer entlohnt werden. Dabei wird offensichtlich jedoch ignoriert, dass es sich bei der Bewertung von persönlichen Daten durch Individuen um ein diffiziles Entscheidungsproblem handelt, bei dessen Untersuchung die ökonomische Forschung mehr oder weniger am Anfang steht. So besteht grundsätzlich die Frage, ob und inwiefern auf Geld basierende Allokationsmechanismen unverzerrte Preise für persönliche Daten erzeugen können.
Der gesamte Bericht in: DIW Wochenbericht 34/2014 (PDF, 0.55 MB) (PDF, 123.09 KB)