Die Vermögenseinkommen der privaten Haushalte 1993

DIW Wochenbericht 24 / 1994, S. 405-412

Klaus-Dietrich Bedau

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Abstract

Im vergangenen Jahr haben die privaten Haushalte in Deutschland ihr Geldvermögen um 237 Mrd. DM aufgestockt; außerdem flossen 47 Mrd. DM in die Eigenheimfinanzierung. Der Geldvermögensbestand belief sich am Jahresende 1993 auf 3,9 Bill. DM - 3,7 Bill. DM davon entfielen auf westdeutsche Haushalte. Diese besaßen daneben ein beträchtliches Wohnungsvermögen (5 Bill. DM) und Gebrauchsvermögen (1 Bill. DM), mithin ein Gesamtvermögen von rund 10 Bill. DM. Die ostdeutschen Haushalte hatten Ende 1993 ein Geldvermögen von 223 Mrd. DM. Als Erträge aus Geldvermögen erzielten die privaten Haushalte im vergangenen Jahr Zinsen und Dividenden (vor Steuerabzug) in Höhe von 200 Mrd. DM. Mit 9 Mrd. DM ging davon nur ein kleiner Teil an die Privathaushalte in den neuen Bundesländern. Diese verfügen über vergleichsweise niedrige Geldvermögensbestände, die sie zudem in renditeschwächeren Anlageformen halten. Durchschnittlich bezogen die westdeutschEm Haushalte 1993 Zinseinkünfte von 6 300 DM, die ostdeutschen Haushalte solche von 1 400 DM. In der Verteilung der Vermögenseinkommen gibt es eine beträchtliche Disparität; ein Großteil der Haushalte erhält keine oder nur geringe Zinsen.


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