Geld- und Kreditexpansion gegenwärtig kein Inflationssignal

DIW Wochenbericht 36 / 1992, S. 429-436

Reinhard Pohl

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Abstract

Ende Juli, zwei Wochen nach der letzten Diskonterhöhung, hat das DIW die Geldpolitik der Deutschen Bundesbank als verfehlt bezeichnet. Nicht Straffung, sondern rasche Lockerung der geldpolitischen Zügel seien angezeigt. Von der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und vom Arbeitsmarkt gehe ohnehin eine Tendenz zur Eindämmung des Kosten- und Preisauftriebs aus. Zugleich werde die Gefahr größer, daß die rezessive Tendenz in Westdeutschland und die Krise in Ostdeutschland verschärft würden und ein Aufschwung der Weltwirtschaft, der auch für den Aufholprozeß in Osteuropa notwendig ist, nicht in Gang komme. Diese Befürchtung wird durch die jüngsten Konjunkturindikatoren verstärkt. Die damalige Kritik am geldpolitischen Kurs der Bundesbank war breit angelegt, so daß sie nicht in jeder Hinsicht vertieft werden konnte. Deshalb sollen hier einige Argumente, die von der Bundesbank in ihrem jüngsten Monatsbericht verteidigt werden, überprüft werden.


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