Ostdeutscher Einkommensrückstand schrumpft

DIW Wochenbericht 48 / 1991, S. 682-685

Klaus-Dietrich Bedau

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Abstract

Das gegenwärtige Niveau des verfügbaren Einkommens der Arbeitnehmer-Haushalte in Ostdeutschland entspricht dem der westdeutschen Arbeitnehmer-Haushalte vom Ende der siebziger Jahre. Das heutige Durchschnittseinkommen der ostdeutschen Rentner-Haushalte ist etwa so hoch wie das der entsprechenden westdeutschen Haushalte im Jahr 1974. Der Rückstand der ostdeutschen Realeinkommen ist größer als der der Nominaleinkommen; die ostdeutschen Haushalte müssen für ihren Verbrauch - mit Ausnahme der noch subventionierten Waren und Dienstleistungen - höhere Preise zahlen als die westdeutschen Haushalte vor reichlich einem Jahrzehnt. Seit Einführung der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion ist das Einkommen in den neuen Bundesländern stärker als im alten Bundesgebiet gestiegen. Auch wenn diese Entwicklung anhält, wird es bis in die zweite Hälfte der neunziger Jahre hinein dauern, bis sich die Einkommensverhältnisse in Ost und West angeglichen haben werden.


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