Die Nahrungsmittelhilfe der EG

DIW Wochenbericht 18 / 1987, S. 247-255

Uta Möbius

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Abstract

Vor kurzem berichtete das DIWan dieser Stelle über die Ergebnisse einer Tagung zum Beitrag der EG zur Bekämpfung des Hungers in der Welt. Ein Element dieses Beitrags ist die Nahrungsmittelhilfe an Entwicklungsländer, die heute häufig im Rahmen sogenannter Ernährungssicherungsstrategien gewährt wird. Selbst in dieser Spielart ist die Nahrungsmittelhilfe nach ihren Motiven wie ihren Wirkungen umstritten. In diesem Bericht werden nun die Hilfeströme in ihrem entwicklungspolitischen Stellenwert, ihrer Waren- und Regionalstruktur genauer untersucht und zu den kommerziellen Exporten der EG in Beziehung gesetzt. Gerade im Falle erfolgreicher Ernährungssicherung in Entwicklungsländern wird der Druck der gemeinschaftlichen Überschußproduktion auf den Weltmarkt noch stärker, als er ohnehin ist, und alle Bemühungen um die weitere Sicherung der Eigenproduktion in der Dritten Welt werden durch verstärktes Exportdumping konterkariert. Ohne eine grundlegende Reform der Europäischen Agrarpolitik kann also der Aufbau einer eigenen Ernährungsbasis der Dritten Welt kaum gelingen.

Themen: Verbraucher, Europa


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