DIW Wochenbericht 32 / 1983, S. 402-411
Rainer Hopf, Bernhard Schrader
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Der Luftverkehr West-Berlins ist bis heute Gegenstand kontroverser Diskussionen. Die außerordentlich starke Zunahme des Passagieraufkommens der West-Berliner Flughäfen Tempelhof und Tegel in den sechziger Jahren (1960: 1,5 Mill.; 1971: 6,1 Mill.) führte bei vielen zu der Erwartung, Berlin könne wie vor dem Kriege zu einem Drehkreuz für den internationalen Luftverkehr in Mitteleuropa werden. Entsprechende Hoffnungen waren auch mit dem Ausbau Tegels zu einem modernen Großflughafen - Fertigstellung 1974 - verknüpft, dessen Abfertigungskapazität rd. 6 Mill. Flugpassagiere beträgt; und es war ursprünglich vorgesehen, diese Kapazität in einer späteren Baustufe zu verdoppeln. Die aktuelle Entwicklung des Fluggastaufkommens in Tegel ließ diese Pläne jedoch gegenstandslos werden. 1982 wurde in West-Berlin mit rd. 4,1 Mill. abgefertigten Flugpassagieren etwa die Größenordnung von 1968 erreicht. Die Verkehrspolitischen Überlegungen konzentrieren sich nun fast ausschließlich darauf, wie ein weiterer Rückgang des Verkehrsaufkommens verhindert werden kann.
Themen: Verkehr, Regionalwirtschaft
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