In den vergangenen zehn Jahren stiegen die Löhne in Deutschland langsamer als die Wirtschaftsleistung. Im Schnitt blieben die Löhne Jahr für Jahr um rund 0,3 Prozent hinter dem zurück, was angesichts der Produktionsentwicklung an Verteilungsmasse zur Verfügung stand. Zwar gibt es auch Branchen mit einem ohnehin geringen Lohnniveau, in denen nach diesem Maßstab die Lohnanhebungen unzureichend waren ...
Immer weniger Menschen in Deutschland arbeiten im Industriesektor. Zwischen 1999 und 2013 ist die Zahl der Erwerbstätigen von 7,7 Millionen auf 7,3 Millionen gesunken. Nicht alle Unternehmensbereiche sind jedoch gleichmäßig vom Rückgang betroffen, vielmehr kommt es zu einem funktionalen Strukturwandel innerhalb der Industrie: In der Fertigung geht die Beschäftigung zurück, in den sogenannten produktionsnahen ...
Die aktuelle Diskussion über die Deregulierung des Taximarktes wirft die grundsätzliche Frage auf, ob unregulierter Wettbewerb auf diesem Markt zu effizienten Ergebnissen führen kann, oder ob es nicht auch aus ökonomischer Sicht gute Gründe für staatliche Eingriffe gibt. Eine Abwägung verschiedener theoretischer Argumente sowie Erfahrungen, die in anderen Ländern mit der Liberalisierung des Taximarktes ...
Griechenland steht am Scheideweg. Die Frage eines dritten Hilfsprogramms ist akut. Die griechische Regierung fordert einen weiteren – de facto öffentlichen – Schuldenschnitt. Eine andere Option wäre, öffentliche Kredite in BIP-indexierte Kredite umzuwandeln. Die Zinszahlungen wären dann an die Entwicklung des griechischen Bruttoinlandsprodukts gekoppelt. Dies würde erstens die Wahrscheinlichkeit einer ...
Mit Blick auf die Versorgungssicherheit im Stromsektor werden derzeit nicht nur in Deutschland verschiedene Kapazitätsmechanismen diskutiert. Dazu zählt eine Strategische Reserve, also das Vorhalten einzelner Kraftwerke, die nur in Notsituationen mit einem knappen Stromangebot und hohen Preisen zum Einsatz kommen. Die Diskussion der entsprechenden Instrumente findet bisher weitgehend im nationalen ...