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DIW Wochenbericht 13 / 2004
Die kollektive Lohnfindung in der Industrie der neuen Bundesländer ist vor allem wegen der überzogenen Tariflohnsteigerungen Anfang der 90er Jahre weitgehend erodiert. Nur noch 10 % der Unternehmen sind Mitglied in einem tariffähigen Arbeitgeberverband. Bei den Mitgliedsbetrieben handelt es sich vor allem um größere Unternehmen, in denen insgesamt 30 % aller Arbeitnehmer beschäftigt sind - ein weit ...
2004| Karl Brenke
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DIW Wochenbericht 13 / 2004
Mit der Massenarbeitslosigkeit ist das Flächentarifsystem in Deutschland in die Kritik geraten. Insbesondere wird der "vereinheitlichende" Charakter des Flächentarifs, der keine lokalen und betrieblichen Abweichungen zulasse, als eine Ursache für die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit angesehen. Gefordert wird deshalb mehr Flexibilisierung, etwa durch Ergänzungstarifverträge, betriebliche Bündnisse oder ...
2004| Christian Wey
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DIW Wochenbericht 12 / 2004
Polen wird am 1. Mai 2004 der Europäischen Union (EU) beitreten. An die Mitgliedschaft in der EU knüpft sich die Erwartung, dass dadurch das Wachstum und somit eine Konvergenz im Lebensstandard gefördert werden. Mit einer Zuwachsrate des realen Bruttoinlandsprodukts von 3,7 % im Jahre 2003 konnte Polen nach zwei Jahren weitgehender Stagnation wieder eine spürbare wirtschaftliche Erholung verzeichnen. ...
2004| Kirsten Lommatzsch, Rafal Antczak, Malgorzata Markiewicz, Katarzyna Pietka, Mateusz Walewski
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DIW Wochenbericht 11 / 2004
Spaniens überdurchschnittlich hohes Wachstum in den vergangenen Jahren darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Wirtschaftspolitik noch erhebliche strukturelle Probleme lösen muss. Die beeindruckende binnenwirtschaftliche Expansion ist in erster Linie das Ergebnis der für Spanien stark expansiv wirkenden Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie der Multiplikatorwirkungen erheblicher ...
2004| Katja Rietzler
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DIW Wochenbericht 10 / 2004
Die energiebedingten CO2-Emissionen in Deutschland sind im Jahre 2003 gegenüber dem Vorjahr um 0,4 % auf knapp 837 Mill. t gestiegen. [1] Insbesondere die kalte Witterung im ersten Quartal führte zu dieser Emissionssteigerung, während die schwache Konjunktur emissionsdämpfend wirkte. Temperaturbereinigt errechnet sich ein Rückgang um 5,4 Mill. t CO2 (-0,6 %). In Anbetracht der wirtschaftlichen Stagnation ...
2004| Hans-Joachim Ziesing
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DIW Wochenbericht 10 / 2004
Die zähe wirtschaftliche Stagnation in den vergangenen Jahren hat tiefe Spuren in den öffentlichen Haushalten hinterlassen. Nicht nur fielen die Finanzierungsdefizite stets höher aus als ursprünglich geplant. Auch wurden die im europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt gezogenen Verschuldungsgrenzen deutlich überschritten - obwohl die Finanzpolitik auf die konjunktur- und auch auf die reformbedingten ...
2004| Dieter Vesper
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DIW Wochenbericht 9 / 2004
Die Europäische Kommission prüft zurzeit die Einführung der europäischen Herkunftsbezeichnung "Made in the EU", womit die Abschaffung des "Made in Germany"-Zeichens verbunden sein kann. Diese Bestrebungen sind bei Vertretern der deutschen Wirtschaft und Politik auf heftige Kritik gestoßen. Erstaunlicherweise ist die Verwendung von "Made in Germany" nicht durch Richtlinien festgelegt, sondern das Ergebnis ...
2004| Christian Wey
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DIW Wochenbericht 9 / 2004
Die vom Statistischen Bundesamt kürzlich vorgelegte Berechnung der wichtigsten Aggregate der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung lässt nur eine schwache Dynamik der gesamtwirtschaftlichen Leistung im Jahresendquartal 2003 erkennen. Die leichte Aufwärtsentwicklung ist das Ergebnis eines positiven Wachstumsbeitrags der Inlandsnachfrage, während der Außenhandelsbeitrag gesunken ist. Im Folgenden wird ...
2004| Andreas Cors
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DIW Wochenbericht 8 / 2004
Im Jahre 2003 betrug der Durchschnittspreis für OPEC-Rohöl gut 28 US-Dollar je Barrel, der höchste Stand seit fast 20 Jahren. Das lag vor allem daran, dass das Angebot relativ knapp blieb; so konnten die zu Beginn des Jahres sehr niedrigen Lagerbestände an Rohöl und Mineralölprodukten bis Ende 2003 nicht auf ein normales Niveau angehoben werden. In den USA sanken die kommerziellen Vorräte Anfang 2004 ...
2004| Manfred Horn
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DIW Wochenbericht 7 / 2004
Der Primärenergieverbrauch in Deutschland war im Jahre 2003 mit rund 489 Mill. t SKE (Steinkohleeinheiten) – dies entspricht 14 334 Petajoule – etwa so hoch wie im Jahr zuvor. Dies war das Resultat gegenläufiger Einflüsse: Während die schwache Konjunktur dämpfend auf den Verbrauch wirkte, führte insbesondere die kalte Witterung im ersten Quartal zu einer erhöhten Energienachfrage. Temperaturbereinigt ...
2004| Franz Wittke, Hans-Joachim Ziesing