DIW Konjunkturbarometer März: Industrie stark, Lockdown belastet Dienstleister

Pressemitteilung vom 31. März 2021

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ist im März um etwa sieben Punkte auf nun 104 Punkte gefallen. Im ersten Quartal dieses Jahres dürfte die deutsche Wirtschaft nach bisherigen Erkenntnissen um rund anderthalb Prozent geschrumpft sein. Zwar setzt die Industrie ihren Aufwärtstrend vom Lockdown weitestgehend unbeeindruckt fort – nur deshalb ist der Wert des Konjunkturbarometers immer noch vergleichsweise robust. Die deutlich steigenden Inzidenzzahlen treffen aber die konsumnahen Dienstleistungsbereiche und werden die Erholung dort wohl erheblich hinauszögern.

Vor allem die robuste Auslandsnachfrage stützt die exportorientierte Industrie. Dies kommt auch in einer merklich aufgehellten Unternehmensstimmung im verarbeitenden Gewerbe zum Ausdruck. Der private Verbrauch wird dagegen durch die Lockdown-Maßnahmen wieder empfindlich eingeschränkt. Erst wenn – vor allem durch deutliche Impffortschritte – das Infektionsgeschehen eingedämmt ist, werden sich in konsumnahen Bereichen merkliche und nachhaltige Impulse entfalten können.

Das nächste DIW Konjunkturbarometer erscheint am Mittwoch, den 28. April 2021.

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Themen: Konjunktur

Claus Michelsen

Abteilungsleiter in der Abteilung Konjunkturpolitik

Simon Junker

Stellvertretender Abteilungsleiter in der Abteilung Konjunkturpolitik

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